Radfahren und Wandern

Winter-Wanderungen

Süstedter Holz

suest Noltesche Mühle - Technik-Denkmal, Veranstaltungsort, Dorftreff ... (© ga&ul 2026)

Winterliche Runde um Süstedt und um das Süstedter Holz

Die Schneemassen sind in der Fläche längst getaut. Nur in Senken und an schattigen Stellen liegt er noch, hart und festgefroren. Die Landschaft ist mit Raureif überzogen, als wir an diesem winterlichen Morgen an der Nolteschen Mühle zu unserer Wanderung rund um das Süstedter Holz aufbrechen. Stroh heißt unser erstes Etappenziel. Stroh? Das wollen wir hier nicht dreschen, sondern eine herrliche Wanderung zwischen Niederung und Geesthöhen vorstellen.

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Noltesche Mühle  Textquelle: Wikipedia
Die Noltesche Mühle am Süstedter Bach wurde als Getreidemühle im Jahre 1880 erbaut und drei Jahre später mit einer Turbine ausgerüstet. 1953 wurde der gewerbliche Mühlenbetrieb eingestellt, die Mühle wurde zum privaten Schrotmahlen noch bis 1996 genutzt. 1997 ging die Mühle in den Besitz der Gemeinde Süstedt über, bis 1999 erfolgte die Restaurierung. Seit 1998 wird die Turbine zur Stromerzeugung genutzt."

Schlenker durch die Eiter-Niederung
Stroh ist ein Ortsteil von Süstedt. Er besteht nur aus einigen Gehöften und Häusern, beherbergt aber eine Institution von einiger Berühmtheit: Es handelt sich um den Kostumverleih in der ehemaligen Gaststätte Hasenburg. Dienstags und Donnerstags kann man hier nachmittags das passende Outfit für fast jede Veranstaltung finden, von Weihnachten bis Monsterparty.
Aber heute ist zu, also weiter. Wir machen uns davon aus der Eiter-Niederung und streben den Höhen im Westen entgegen. Immer entlang des Retzer Baches über Kreisstraße und Bahnstrecke hinweg erreichen wir den Fuß der Geesthöhen.

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Süstedter Holz
Es geht nun immer am Südrand des Süstedter Holzes in herrlichem Sonnenschein weiter bergauf. Wir halten schon eine Weile nach einem Rastplatz Ausschau. Hurra, in einer Biegung scheint was zu sein. Tatsächlich, zwei hölzerne Thronsessel laden zu einer genüsslichen Pause in der Sonne ein.
Nachdem wir den Rucksack geplündert und noch eine Weile die Sonne genossen haben, machen wir uns wieder auf den Weg. Oben geht der Feldweg in ein Asphaltsträßchen über, Zufahrt zu zwei Häusern. Wir werden freundlich gegrüßt und gehen noch ein Stück weiter bis wir zu zu zwei Infotafeln kommen. Hier informieren die Nds. Landesforsten über die Erdmannwälder und das aktuelle Aufforstungsprojekt "Süstedter Holz". Denn auch hier haben Trockenheit und Borkenkäfer reichlich Opfer gefunden.


Süstedter Holz  Textquelle: Nds. Landesforsten
"Neben der Projektfläche im Rauhen Busch bei Uchte gestaltet das Forstamt Nienburg auch etwa vier Hektar Wald im Süstedter Holz nahe Bruchhausen-Vilsen um. Hier haben Trockenheit und Borkenkäfer den Wald geschädigt. Die Bäume mussten gefällt werden. Auf der Kahlfläche entsteht nun neuer Wald, welchen die Firma Vilsa komplett sponsert."

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Über Harmissen zurück nach Süstedt
Harmissen auf der Geesthöhe ist eine Streusiedlung, bestehend aus einigen Gehöften und Häusern. Bei einer Biogasanlage biegen wir rechts ab. Die Anlage hat eine Waage, die wir gleich mal ausprobieren: 160 kg? Meine Frau steigt von der Waage. Es bleiben 100 kg. Das kann doch nicht sein?! Ach ja, die ist ausgelegt für Gewichte ab 400 kg. Na also, da kann ich das Abspecken ja noch aufschieben.
Wir bleiben vorerst auf der Höhe. Das beschert uns immer neue Ausblicke auf Süstedt und über die Eiter-Niederung. Nachdem wir die Harmisser Straße überquert haben, folgen links mit viel Liebe zum Detail restaurierte Gebäude eines kleinen Gehöfts.
Der folgende Weg nach rechts ist seit längerem schon Sackgasse, einfach untergepflügt. Auf dem Ortsplan ist er noch verzeichnet. Also nehmen wir den nächsten Weg und laufen nun wieder bergab auf Süstedt zu. Es geht durch einen Hohlweg, dann folgt in einem Einschnitt die Gedenkstätte für die Süstedter, die in den Weltkriegen für fragwürdige Ziele ihr Leben lassen mussten. Erschreckend, wenn man sich die Mühe macht, die Daten auf den Kreuzen zu studieren. Die Jüngsten waren gerade mal 18 Jahre alt.
Unten im Ort angekommen queren wir die Bahnstrecke, die von Syke über Hoya nach Eystrup führt, und die nur noch gelegentlich befahren wird. Ursprünglich lag hier der Bahnhof. Die heutige Haltestelle befindet sich jetzt am anderen Ende des Ortes zusammen mit der Bushaltestelle. Wer mag, kann noch ein Schlenker nach rechts machen, wieder über die Bahn hinweg, in die Schmiedestraße. Hier können wir noch einen Blick auf die ehemalige Schmiede werfen, bevor es zurück zur Nolteschen Mühle oder zur Bushaltestelle geht.

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Fazit
Eine kurze, informative Wanderung für sonnige Tage zu jeder Jahreszeit. Abwechslung bieten das Auf und Ab, die eine oder andere Sehenswürdigkeit sowie die schönen Ausblicke von den Geesthöhen. Süstedt ist per Auto oder Bus erreichbar, der hier die Bahn abgelöst hat und regelmäßig zwischen Syke und Eystrup hin und her pendelt - Fahrplan siehe rechte Spalte unter VBN
Anmerkung
Die erweiterte Runde (13 km) über Wachendorf und Retzen ist auf der Karte violett dargestellt. Auch hierfür kann der Track herunter geladen werden.

2026-01-19

Zoombare Karte zur Wanderung


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