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Mancher orientiert sich an Schildern, andere suchen sich ihre Wege lieber selbst. Diese Wanderung vereint beides: Sie ortientiert sich an den lobenswerten Bassumer Apfelrouten,
Unser Startort war der Parkplatz beim Gasthaus Freye in Osterbinde. Man kann aber auch am Bahnhof Bassum einsteigen oder am Parkplatz des Bassumer Naturfreibades.
Los geht's in Osterbinde
Wir starten am Gasthaus Freye im Ortsteil Osterbinde, queren die Landstraße (Vorsicht!) und laufen in den Weg gegenüber. Schon sind sind wir mitten drin in der Wanderung. Linkerhand grüßen die Niedersachsenrösser vom First eines alten Bauernhauses. Doch die großen Bäume davor sind verstümmelt, eine Unsitte der heutigen Zeit. Ungewiss, ob sie das überleben.
Durch Feld und Wald
Wir folgen dem Lauf der Eschenhäuser Beeke ein Stück aufwärts und gehen auf der anderen Seite wieder zurück Richtung Landstraße. Die Teiche links des Weges liegen noch still da in ihrer Winterruhe. Um zur Osterbinder Streuobstwiese zu gelangen, müssen wir hinter dem Wohnhaus links abbiegen. Von weitem grüßt die Armee der Wichmannschen Gewächstunnel.
Auch die Streuobstwiese scheint noch unbelebt, kein Froschkonzert, kein Grün an den Bäumen. Doch da vorn stehen ein paar grüne Kästen, die wir uns näher anschauen. Es sind Bienenkästen. Und vor den Einfluglöchern herrscht reges Treiben. Die Bienen fliegen ein und aus, um die Frühblüher nach Nektar abzusuchen. Jetzt sehen wir auch einige blühende Büsche, Weißdorn zum Beispiel. Darunter breiten sich die gelben Blüten vom Scharbockskraut und die winzigen rosa Blüten der Taubnessel aus.
Den direkten Weg versperren die langen Hallen einer Massenstall-Anlage. Der Besitzer hat den einst hier weiterführenden Weg einfach vereinnahmt und mit eingezäunt. Also müssen wir einen großen Bogen schlagen, um die Landstraße nach Neubruchhausen an anderer Stelle queren zu können. Vorsicht: Hier wird schnell gefahren!
Wir folgen nun ein Stück dem Asphaltsträßchen auf der anderen Seite. Eigentlich langweilig. Schaut man sich aber mal die Wegränder an, sieht man, dass auch hier einiges am Wachsen ist. So breitet der Wiesenkerbel seine dichten grünen Büschel aus. Glückliocherweise können wir schon bald wieder auf einen Feldweg abbiegen. Bei nächster Gelegenheit geht's wieder nach links. Dieser Weg führt auf ein Waldgebiet zu, Lindschlag genannt, in dem der Waldkindergarten 'Kleine Füchse' liegt. Es ist Sonntag, so können wir dort eine Rast einlegen.
Zurück nach Osterbinde
Nach der Pause laufen wir weiter in den Wald hinein. Da wir aber zurück zu unserem Startort müssen, queren wir den Wald rechts und wieder links gehend auf arg zerfahrenen Wegen. Gottseidank haben wir einen trockenen Tag erwischt, sonst würden wir hier im Matsch versinkenen. Nach kurzer Zeit kommt der Waldrand in Sicht und die ersten Häuser von Eschenhausen.
Und schon sind wir wieder auf Asphalt unterwegs. Gibt es überhaupt noch Häuser, die nicht über Asphaltweg an das Straßennetz angebunden sind? An der nächsten Quertsraße treffen wir auch wieder auf die Apfelroute 2. Ihr folgen wir nun bis zum Gasthaus Freye. Doch unterwegs gibt es noch schöne Dinge zu sehen, so den Eschenhäuser Dorfplatz mit Feuerwehrhaus, Grillplatz und Bücherschrank, an dem wir uns eine Weile aufhalten.
Nun folgt der wohl schönste Abschnitt dieser Wanderung, der Hexenweg. Es ist ein naturbelassener Verbindungsweg für Fußgänger - und für Radfahrer, die hier allerdings den fußläufigen Menschen Vorrang einräumen müssen. Der Hexenweg verbindet den Dorfplatz von Eschenhausen mit dem Gasthaus in Osterbinde, wo wir unser Auto stehen haben. Unterwegs grüßt das Kleine Immergrün (Vinca minor) mit seinen violetten Blütensternen vom Waldboden.
Für alle, die mit der Bahn gekommen sind, empfehlen wir von hier aus das kleine Sträßchen durch Osterbinde, das links hinter dem Gasthaus nach Süden führt. Es ist auf der Karte blau markiert. Unterwegs zweigt ein Fußweg nach rechts ab. Er führt unter der Umgehungsstraße hindurch bergan auf die Osterbinder Straße zu. Auf ihr erreicht durch die Eisenbahnunterführung gehend den Bahnhof von Bassum.
Fazit
Diese Wanderung sollte man eigentlich erst unternehmen, wenn die Äpfel reif sind. Dann lohnt es auch, die weiteren Wege an den Streuobstwiesen vorbei in Kauf zu nehmen. Von der Vegetation her läuft es sich auch sehr schön im Mai oder Juni, wenn das Gras hoch steht und der Mais noch nicht die Aussicht versperrt.
Mit Kindern sollte man vielleicht die lange Strecke wählen und mit dem Fahrrad abfahren - und viele Pausen einplanen zum Spielen, Rasten, Äpfel pflücken.
Anreise mit der Bahn
Der Startort ist gut per Bahn zu erreichen. Stündlich hält hier der Doppelstöcker (RE) aus Bremen oder aus Osnabrück. Näheres siehe hier
Anreise mit dem Auto
Parken auf dem Parkplatz des Gasthauses Freye, Osterbinde |
ug 2025-03-23
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